Ein Geistführer ist hauptsächlich für die spirituelle Entwicklung zuständig, dies bedingt natürlich, dass wir uns auch in einem spirituellen Entwicklungsprozess befinden. Dazu braucht es auch unseren Willen, sich seiner Führung anzuvertrauen und nicht immer eigenmächtig den Weg der Entwicklung vorgeben zu wollen. Für unsere alltäglichen Fragen rund um Beruf, Beziehung, Finanzen, Familie etc. ist der Geistführer nicht zuständig, er ist ebenfalls keine allwissende Instanz, die uns immer die richtige Lösung anbieten kann.
Wenn ihr euch einige Zeit eurer Spiritualität gewidmet habt, werdet ihr das Gefühl bekommen, dass in eurem Inneren etwas ist, was euch hin und wieder auf wunderbare Weise Antworten auf eure Fragen gibt. Etwas hilft euch und ihr könnt dieses Etwas nicht überhören. Das wäre auch mit grösster Wahrscheinlichkeit falsch, denn dieses »Etwas« ist euer ganz spezieller geistiger Führer. Ob dieser Führer nun ein Licht- oder Elementarwesen ist, welches euch zugetan ist und sich euch auf telepathischem Wege mitteilt, oder ob dieser Führer euer eigenes Unterbewusstsein ist, mag wohl die Meinungen auseinander treiben. Ich finde dass jeder für sich selbst seinen eigenen inneren Führer auf seine ebenso eigene individuelle Weise interpretieren soll.
Ein Geistführer ist immer mit der Individualität des Mediums verbunden: Wenn das Medium selbst ein Mensch ist, der sehr ruhig ist, sehr sachlich und analytisch, dann wird es auch einen Geistführer mit diesen Eigenschaften haben. Und weil das geistige Gesetz der ausgleichenden Pole erfüllt werden muss, hat es demzufolge auch noch einen Helfer, der quasi das Gegenteil vertritt. Es kann sein, dass dieses Medium noch einen frechen, quirligen, vorlauten, unbeschwerten Geistführer bei sich hat, der den Gegenpol lebt. Und das Medium wird nicht immer sehr erfreut sein, wenn es mit dem Gegenpol arbeitet, aber es ist für seine Entwicklung notwendig, weil es ja letztendlich die Gesamtheit lernen muss.
Jeder Geistführer ähnelt also charaktermässig etwas seinem Medium, weil das die Arbeit erleichtert und immer ist auch ein Gegenpol da, was manchmal die Arbeit erschwert. Wenn wir noch am Anfang unserer Entwicklung stehen, ist es oft sehr schwierig dies zu unterscheiden, wir haben dann den Eindruck, dass der Geistführer sich verändert hat, oder launisch ist: mal ist er so, das nächste Mal wieder anders.
Einen oder mehrere Geistführer?
Wir haben nicht nur einen einzigen Geistführer, sondern mehrere. Das liegt daran, dass wir selbst uns auch in verschiedenen Entwicklungsstufen befinden, welche sich verändern. Ein Geistführer ist ein geistiger Lehrer, und wir würden auch nicht annehmen, dass in unserer materiellen Welt ein einziger Lehrer vom Kindergarten bis zum Universitätsabschluss für uns richtig ist, sondern wir kennen für die verschiedenen Schulstufen verschiedene Lehrer. Genauso ist es auch mit dem Geistführern: Derjenige der jetzt hauptsächlich mit uns arbeitet, ist unserer momentanen Entwicklungsstufe angepasst und kann am besten mit uns kommunizieren, d.h. wir verstehen seine Art der Kommunikation zurzeit am besten. Später, wenn wir fortgeschrittener sind, kann sich auch der Kommunikator oder Lehrer verändern.
Da wir also nicht nur einen einzigen Helfer haben, kann es sein, dass uns von verschiedenen Medien auch verschiedene Geistführer oder Helfer genannt werden. Das Medium sieht den Geistführer, der momentan bei uns ist es kann euch den oder die Helfer beschreiben, die zum Zeitpunkt der Sitzung bei euch wahrnehmbar sind.
Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass ihr selbst lernt, mit eurem Geistführer die Verbindung aufzunehmen. Gerade in der Entwicklung kann es sein, dass man die „Arbeitstechnik“ des Geistführers noch nicht so ganz beherrscht, man „kann seine Sprache“ noch nicht so gut. Dann wird oft versucht, verschiedene Geistführers zu schicken, quasi um auszuprobieren, mit wem die Kommunikation am besten gelingt.






